Ein Verrückter ist tot. Ein anderer lebt.

mars 22, 2012

Fängt die Jüdische Allgemeine nun auch schon so an:

”Die Frage könnte sich dramatisch zuspitzen, sollte Israel im Alleingang die iranischen Atomanlagen bombardieren und in der Folge Zielscheibe schweren terroristischen Beschusses oder gar direkter iranischer Gegenschläge werden.”

Die Frage ist doch aber viel mehr, wie weit es der Verrückte in Teheran treibt. Ein Angriff Israels wäre Selbstmord. Warum sollte Israel es soweit treiben? Doch nur, wenn es die Wahl hätte zwischen Selbstmord und Mord.

Die Frage ist also: Ist der Verrückte in Teheran bereit zu morden, ähnlich feige und hinterfotzig  wie der Mörder von Toulouse oder der von Utøya? Wie lange kann dann der Westen abwarten? Bis er gemordet hat oder muss man ihm vorher in den Arm fallen und mit welchen Mitteln?

Dass er seine Hasstiraden mehr oder weniger unkommentiert im ZDF loslassen kann, scheint mir nicht sehr hilfreich zu sein. Eine deutliche Distanz zu Teheran, ohne dabei den Kontakt ganz abzubrechen – ähnlich der Taktik, die man bei einem Geiselnehmer anwendet, scheint mir derzeit sehr viel angebrachter. Denn das ist er, ein billiger, armseliger Geiselnehmer erster Kajüte, der nicht nur sein eigenes Volk, ein Vielmillionenvolk mit einzigartiger Kultur und Geschichte als Geiseln nimmt, sondern gleich die ganze Welt. Hatten wir das nicht schon mal?

Bricht da ein Krieg vom Zaun, ist es mit ziemlich großer Sicherheit der letzte. Ich frage mich bestürzt, wo denn die große Friedensbewegung der achtziger Jahre geblieben ist…


Murders in Toulouse

mars 19, 2012

Mourning the loss of Rabbi Sandler and the other victims of the attack this morning in Toulouse, but even the loss of the three soldiers who were killed near Toulouse during the last few days. What happens in France?

While thinking about it I got a sms from an unknown telephone number with the following text:

Toulose !!!

What does this mean?


Kein Bundesvorsitzender, sondern ein Vorkommnis

mars 19, 2012

Kein Bundesvorsitzender, sondern ein Vorkommnis.

Gabriels persönliche Meinung ist seine Meinung, auch wenn er x-mal versucht, zurückzurudern. Die disqualifiziert ihn schon ausreichend. Zu den Motiven dafür macht sich Joachim Steinhoefel so seine Gedanken. Auch Tapfer im Nirgendwo denkt laut darüber nach. Und auch Andreas Moser weist auf die Trottelichkeit dieser törichten Apartheidvergleiche hin:

Palästinenser in Palästina leben im Westjordanland unter weitgehender innenpolitscher Autonomie und genießen derzeit ein jährliches Wirtschaftswachstum von 8 %. Im Gaza-Streifen haben die Palästinenser 2006 die radikale Hamas an die Macht gewählt und leiden jetzt tatsächlich darunter. Hamas installiert ein islamistisches System, verhaftet und foltert politische Gegner, schließt Kinos und Internetcafés, verordnet einen Kopftuchzwang, und feuert wöchentlich aus Wohngebieten Raketen auf Israel ab und provoziert damit selbstverständlich Gegenreaktionen.

Und dann gibt es noch die Palästinenser in Israel. Sie machen ca. 20 % der israelischen Bevölkerung aus. Sie haben die israelische Staatsbürgerschaft, sie wählen, sie stellen Abgeordnete im Parlament, Richter, Beamte, Diplomaten und Offiziere. Arabisch ist einer der offiziellen Sprachen des Staates Israel, und die arabischen Bürger genießen rechtliche Gleichberechtigung. Von der Wehrpflicht sind sie ausgenommen, allerdings dürfen sie freiwillig in der Armee dienen.

Festzuhalten ist also, daß es Palästinensern beim angeblichen Erzfeind Israel mit Abstand am besten ergeht.

Richtig interessant wird es, wenn Gabriel Gespräche mit israelischen Journalisten definitiv ausschließt, wie es auch auf seiner Reise geschehen ist. Wenn er mit dieser Aktion seiner SPD mal nicht einen saftigen Bärendienst erwiesen hat. Erste Austritte hat es gegeben, und wählbar ist diese Truppe ja schon lange nicht mehr – wenn sie es denn jemals war.

Jihad Watch Deutschland

Sigmar Gabriel, Führer der SPD, besucht gerade Israel und belästigt nicht nur den jüdischen Staat, sondern via Facebook die gesamte Öffentlichkeit mit seinen Tiraden gegen Israel – und steigert sich regelrecht in Rage.

Am Dienstag postet er auf seiner FB-”Fanseite” um 12 : 48 Uhr:

”Der Nahe Osten fasziniert mich seit meiner Jugend. Als Falke war ich mit vielen Jugendgruppen in Israel und den palästinensischen Gebieten unterwegs”

Am heutigen Mittwoch postet der wackere Genosse dann um ca. 14 : 45 Uhr:

”Ich war gerade in Hebron. Das ist für Palästinenser ein rechtsfreier Raum. Das ist ein Apartheid-Regime, für das es keinerlei Rechtfertigung gibt.”

Um 17 : 45 Uhr dann die ausführlichere Tirade:

”Mein Facebook-Eintrag zum Thema Hebron von heute Mittag hat für viele empörte Kommentare gesorgt. Ich will ihn deshalb noch mal kurz erläutern.

Ich halte die aktuelle Siedlungspolitik für falsch. Ich halte die Verhältnisse in Hebron für unwürdig. Beides…

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Gauck spaltet oder Was g(a)uckst du?

mars 19, 2012

Zumindest diese Familie spaltet er.

Schon bei der letzten Bundespräsidentenwahl gingen die Meinungen bei uns auseinander. Die eine Hälfte war für den jungen Wulff, die andere für den alten Gauck. Dieses Mal gab es keine wirkliche Alternative zu Gauck. Und so wurde er folgerichtig auch gewählt. Die eine Hälfte ist immernoch gegen ihn. Die andere – nach wie vor für…

Warum ist eine Hälfte gegen ihn? Unter anderem wegen solcher Überlegungen, wie sie in der taz letzte Woche zu finden waren. Efraim Zuroff, der Leiter des Simon Wiesenthal Centers in Jerusalem hat dort erklärt, warum er Gauck für die falsche Wahl hält. Zugegeben, wenn es stimmt, dass er maßgeblich an dieser Prager Erklärung beteiligt war und ihre Positionen teilt, lässt das aufhorchen. Er selbst hat gestern in Was nun, Herr Gauck? in dieser Frage schon klar und deutlich von der deutschen Verantwortung für den Holocaust gesprochen und davon, dass dieses Ereignis natürlich beispiellos in der Geschichte ist, insbesondere in der deutschen – und, das hat er nicht gesagt, jüdischen. Er warb aber auch für Verständnis über den deutschen Tellerrand hinaus.

Gauck ist kein gefälliger Präsident. Er will nicht gefallen. Er will keine Parteilinie vertreten. Er will seine Meinung sagen, wird sicher hier und da seine Ecken und Kanten zeigen und nicht nur aalglatt durch seine Amtszeit defilieren, wie es sein Vorgänger versucht hat. Das halte ich für ein großes Plus, regt er doch dadurch Diskussionen und Debatten an, die dieses Land hoffentlich weiter führen können, als die um seinen Vorgänger und dessen Portemonnaiegröße. Er ist vielleicht der Bundespräsident, der erste vielleicht seit Weizsäcker, an dem die deutsche Demokratie auch mal beweisen kann, wie weit sie Offenheit und Demokratie verträgt, ohne den, der etwas in Frage stellt gleich selbst in Frage zu stellen. Köhler ist beim ersten Windhauch eingeknickt. Bei Wulff kam es nie zu ernsthaften Fragestellungen, außer einer (halbherzig?) angeschobenen Integrationsdebatte.

Gauck hat das Zeug zur Kontroverse. Sein Leben ist ein Spiegel deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts. Kind von NSDAP-Mitgliedern, Vater nach dem Krieg wegen Spionage in Sibirien, Pfarrer in der DDR, Gauck-Behörde nach der Wende…

Zu Gauck gehört aber auch die skurrile Geschichte seiner zwei Frauen. Die eine, Gerhild Gauck (*1940), mit der er seit 1959 verheiratet ist, von der er aber seit 1991 getrennt lebt.  Die andere, Daniela Schadt (*1960), mit der er seit dem Jahr 2000 zusammen lebt. Welche von beiden er zur First Lady macht, steht wohl nicht in Frage, da Daniela Schadt mit Gaucks Wahl zum Bundespräsidenten die Schirmherrschaft für das Müttergenesungswerk übernommen hat, ein typischer First-Lady-Posten. Auch das ist ein Testfall für die Toleranzfähigleit der Deutschen für andere Lebensentwürfe, den sie bis hierher jedenfalls bestanden haben.

Bleibt abzuwarten, was die Meute bei ihm findet, um sich darauf zu stürzen. Bleibt zu hoffen, dass er die Kraft und das Durchhaltevermögen hat, eventuellen Angriffen mit den richtigen Mittel entgegenzuwirken und sich nicht mit den falschen Leuten zu verbrüdern.

Denn eine dritte vorzeitig beendete Präsidentschaft in Folge könnte nun wirklich das Amt schwer beschädigen. Dann gäbe es möglicherweise nur noch zwei Alternativen: Abschaffen oder mich wählen ;-); mittlerweile bin ich sogar schon leicht über die 40.


ZDF History über Juden in Deutschland nach dem Holocaust

mars 12, 2012

Zerrissene Herzen

Juden zwischen Israel und Deutschland: Die Dokumentation von Dietmar Schulz mit bisher unveröffentlichten Filmaufnahmen zeigt, wie Holokaust-Überlebende eine neue Heimat suchten.

Nachts um 1…


mars 11, 2012

Und während auf Israel Hunderte Raketen regnen, ist bezeichnende Funkstille auf deutschen (und schwedischen) Kanälen. Und wenn etwas gesagt wird, bleibt natürlich nicht unerwähnt, dass dieser Raketenregen eine Antwort auf einen israelischen Angriff auf ein Terroristennest sei. Das bei dem einen gezielt Leute ausgeschaltet werden, die anderen an die Wäsche wollen (was sicher nicht die feine englische Art ist), während bei dem anderen wahllos auf Zivilisten geballert wird.

Und im deutschen Fernsehen wulfft es und gauckt es (nicht eine Silbe im heute-journal), im schwedischen sind’s die Königskinder, die Trennung des Ministerpräsidenten von seiner Frau und der schwedische Beitrag zum Eurovision Song Contest, die interessieren. Ach, ja, und fast vergessen: ZDF-Kronprinz Markus Lanz übernimmt ”Wetten, dass…?” Das sind die staatstragenden News des Tages.

Und bei uns zu Hause ist Märchentag. Man schämt sich fast dafür…

Letters from Rungholt

Ein paar Nuggets aus unseren Nachrichten und aus Unterhaltungen mit diversen Leuten.

Es ist das erste Mal, daß ein Konflikt zwischen Israel und dem Gazastreifen ohne aktive Beteiligung der Hamas stattfindet. Das ist bedeutsam, denn die Hamas hat Fadjar-Raketen, die eine wesentlich größere Reichweite haben. Es läge also im Bereich des Möglichen für die Hamas, einzugreifen und diese Raketen einzusetzen. Sie würden damit Tel Aviv und Jerusalem erreichen. Die Folgen wären fatal.

Es ermutigt doch, daß sie das nicht tun, sondern statt dessen per Moslembrüder in Ägypten Kontakt mit Israel aufnehmen, um diese Runde abzuschließen. Natürlich stellen sie dabei Bedingungen – Israel soll sich verpflichten, keine Liquidierungen mehr vorzunehmen. Wie die Palästinenser es immer wieder fertigbringen, aus einer Position der Schwäche heraus Ansprüche zu stellen, das ist schon riesig. Da sollte ich mir mal ein Beispiel dran nehmen, wenn das kein assertives Auftreten ist, dann weiß ich nicht, WAS assertives…

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Som ett brev på posten

mars 5, 2012

Måste man tvunget stå ut med att folk kallar en för jävlajude nu här i Lund också, till och med vid lunchtid mitt på Skomakaregatan efter att ha visat sitt ansikte offentligt i ett judiskt sammanhang i Sydsvenskan?

Så skedde det i alla fall för mig för en dryg halvtimme sedan, när en kille av sydländskt utseende skrek just dessa ord tvärs över den här lilla idylliska gatan mitt i lilla, trygga Lund.

Jag gjorde jo inte något större väsen av det, men jag tänker å andra sidan inte heller sticka under stolen med att jag inte vill ha det så och att vi alla har ett ansvar för att detta inte får bli så i det här landet.


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