Kein Bundesvorsitzender, sondern ein Vorkommnis


Kein Bundesvorsitzender, sondern ein Vorkommnis.

Gabriels persönliche Meinung ist seine Meinung, auch wenn er x-mal versucht, zurückzurudern. Die disqualifiziert ihn schon ausreichend. Zu den Motiven dafür macht sich Joachim Steinhoefel so seine Gedanken. Auch Tapfer im Nirgendwo denkt laut darüber nach. Und auch Andreas Moser weist auf die Trottelichkeit dieser törichten Apartheidvergleiche hin:

Palästinenser in Palästina leben im Westjordanland unter weitgehender innenpolitscher Autonomie und genießen derzeit ein jährliches Wirtschaftswachstum von 8 %. Im Gaza-Streifen haben die Palästinenser 2006 die radikale Hamas an die Macht gewählt und leiden jetzt tatsächlich darunter. Hamas installiert ein islamistisches System, verhaftet und foltert politische Gegner, schließt Kinos und Internetcafés, verordnet einen Kopftuchzwang, und feuert wöchentlich aus Wohngebieten Raketen auf Israel ab und provoziert damit selbstverständlich Gegenreaktionen.

Und dann gibt es noch die Palästinenser in Israel. Sie machen ca. 20 % der israelischen Bevölkerung aus. Sie haben die israelische Staatsbürgerschaft, sie wählen, sie stellen Abgeordnete im Parlament, Richter, Beamte, Diplomaten und Offiziere. Arabisch ist einer der offiziellen Sprachen des Staates Israel, und die arabischen Bürger genießen rechtliche Gleichberechtigung. Von der Wehrpflicht sind sie ausgenommen, allerdings dürfen sie freiwillig in der Armee dienen.

Festzuhalten ist also, daß es Palästinensern beim angeblichen Erzfeind Israel mit Abstand am besten ergeht.

Richtig interessant wird es, wenn Gabriel Gespräche mit israelischen Journalisten definitiv ausschließt, wie es auch auf seiner Reise geschehen ist. Wenn er mit dieser Aktion seiner SPD mal nicht einen saftigen Bärendienst erwiesen hat. Erste Austritte hat es gegeben, und wählbar ist diese Truppe ja schon lange nicht mehr – wenn sie es denn jemals war.

Jihad Watch Deutschland

Sigmar Gabriel, Führer der SPD, besucht gerade Israel und belästigt nicht nur den jüdischen Staat, sondern via Facebook die gesamte Öffentlichkeit mit seinen Tiraden gegen Israel – und steigert sich regelrecht in Rage.

Am Dienstag postet er auf seiner FB-”Fanseite” um 12 : 48 Uhr:

”Der Nahe Osten fasziniert mich seit meiner Jugend. Als Falke war ich mit vielen Jugendgruppen in Israel und den palästinensischen Gebieten unterwegs”

Am heutigen Mittwoch postet der wackere Genosse dann um ca. 14 : 45 Uhr:

”Ich war gerade in Hebron. Das ist für Palästinenser ein rechtsfreier Raum. Das ist ein Apartheid-Regime, für das es keinerlei Rechtfertigung gibt.”

Um 17 : 45 Uhr dann die ausführlichere Tirade:

”Mein Facebook-Eintrag zum Thema Hebron von heute Mittag hat für viele empörte Kommentare gesorgt. Ich will ihn deshalb noch mal kurz erläutern.

Ich halte die aktuelle Siedlungspolitik für falsch. Ich halte die Verhältnisse in Hebron für unwürdig. Beides…

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2 Responses to Kein Bundesvorsitzender, sondern ein Vorkommnis

  1. Andreas Moser skriver:

    Danke für die Verlinkung!

    Ich bin vor ein paar Jahren aus anderen Gründen aus der SPD ausgetreten, ansonsten würde ich jetzt tun.

    • jesteric skriver:

      Andere sind jetzt ausgetreten, und mindestens einer hat das im Facebook damit begründet, dass Gabriel prinzipiell keine Interviews für israelische Journalisten geben will.

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