Geburtstag der Königin


Heute hat die Königin Geburtstag. Nein, ich bin keinen Tag zu spät. Gestern war die dänische Königin dran. Heute feiert meine persönliche Königin Geburtstag, die Königin von Mischpokien.

Und ich will ihr an dieser Stelle herzlich gratulieren und ihr und uns alles Gute wünschen. Außerdem will ich ihr danken, dass sie mich vor nunmehr 24 Jahren mitgenommen hat auf diese merkwürdige Reise nach Jerusalem, die sie organisiert hatte und auf der man mich ihr vor die Nase gesetzt hat – weil ich eine pädagogische Ausbildung hatte und die nicht. Genützt hat das der Reise damals nicht, da ich alles falsch gemacht habe, was man falsch machen konnte. Geschadet allerdings auch nicht, da alle anderen alles richtig gemacht haben, auch die unter 18-Jährigen, die ich damals mitten in der Nacht allein in der Disco Underground an der Ben Jehuda gelassen hatte, in der Hoffnung, sie kämen allein nach Hause, wenn die Party vorbei wäre. Ja, und das taten sie auch. Man könnte auch sagen, Vertrauen zahlt sich aus. Aber es war wohl mehr Anfängerglück, da ich im Gegensatz zu ihr von Land und Leuten keine Ahnung hatte. Dass sie sauer war, braucht hier kaum erwähnt werden. Denn als damals schon geübtes Muttertier von drei herrlichen Mädchen wusste sie, worauf es ankam. Ich dagegen… Theoretiker.

11336878_10205231975492356_7232858099001119515_oJahre später wussten wir schon noch, dass wir gemeinsam auf der Reise waren, aber dass es Bildbeweise gab, dass wir nebeneinander im Flugzeug saßen, hatten wir beide verdrängt.

Bis wir uns zwei Jahre später wieder begegneten – am Telefon, am selben Abend noch im richtigen Leben, als wir uns zu einer Lesung von Eva Strittmatter verabredet hatten. Danach landeten wir auf dem jüdischen Friedhof der Stadt, von dessen Existenz wir nicht die geringste Ahnung hatten. Wieder etwas später fuhren wir zusammen auf die Burg Bodenstein, weil sie einen Chauffeur brauchte. Auf dem Weg dorthin machten wir bei meinen Eltern Halt. Meine Mutter hörte schon die Nachtigallen trapsen…

Noch ein Jahr später waren wir beide frisch von unseren schon seit langem toten Ehen geschieden und neu verheiratet, und Sohni Nr. 1 war auch schon da. Danach ging es ruckzuck auf in die weite Welt, naja, nach Schweden, die EU auf Tauglichkeit untersuchen. Und da sind wir jetzt…

Eine tolle Zeit! Vielen Dank, dass Du sie mit mir geteilt hast und weiter teilen willst, was da auch kommen mag. Ich liebe dich!

!מזל טוב! ביז 120

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